Pressespiegel

Fächerübergreifende Projekte des Beruflichen Gymnasiums, BS Niebüll, 22.04.2022

AG 12

In diesem Jahr hat sich der 12. Jahrgang des Beruflichen Gymnasiums in den Fächern Agrarbiologie und Gemeinschaftskunde in einer 10-wöchigen Projektphase mit dem Thema „Auswirkungen der Landwirtschaft auf die Umwelt“ beschäftigt.

In Kleingruppen haben sich die Schülerinnen und Schüler in diesem Zusammenhang konkret mit den Auswirkungen von Massentierhaltung, der Produktion von Biogas, der Milchproduktion und des Konsums von Milchalternativen auf Umwelt und Gesellschaft auseinandergesetzt. Ihre Rechercheergebnisse haben die Schülerinnen und Schüler sowohl in einer Facharbeit zusammengefasst als auch im Rahmen einer Präsentation ihren Mitschülern und Mitschülerinnen vorgetragen.

 

EG 12

Das Bundesinstitut für nachhaltige Entwicklung schreibt auf seiner Homepage: „Berufsbildung ist der Schlüssel für nachhaltige Entwicklung“.

In der Fachrichtung Ernährung geht es vordergründig um die Ernährung und Gesunderhaltung des Menschen.

Allerdings erweitern lange Transportwege, aufwändige Verarbeitung unserer Lebensmittel und der Bereich der Tierhaltung unseren Blickwinkel auf die Ernährung.

Die Schülerinnen und Schüler der Fachrichtung Ernährung am Beruflichen Gymnasium haben sich in diesem Jahr mit dem Thema: „Zukunftsfähige Ernährung- gesundheitsfördernd und nachhaltig“ auseinandergesetzt.

Folgende Themen wurden im Projekt des 12. Jahrgangs bearbeitet und in einer internen Präsentation vorgestellt:

  • Auswirkungen des Fleischkonsums
  • Kann Fast Food gesund und nachhaltig sein?
  • Convenience Produkte – Fluch und Segen zugleich
  • Ist Superfood gesund für Mensch und Umwelt?
  • Auswirkungen des Frutarismus
  • Kann Ernährung Krankheiten nachhaltig vorbeugen?

 

TG 12

Ist die Energiewende mit Batterien (Akkumulatoren) zukunftsfähig?

Sind Batterien (Akkumulatoren) eine Lösung für die Energiewende?

Im Zusammenhang mit der Energiewende, haben die Schüler des TG2020 sich mit der obigen Fragestellung auseinandergesetzt. Die Notwendigkeit der Energiewende wurde hierbei nicht in Frage gestellt, aber das wie bzw. die Fokussierung auf Akkumulatoren als ein entscheidender Faktor hierfür (z.B. bei der E-Mobilität).

Die Schüler erarbeiteten viele Problemstellungen im Zusammenhang mit der Verwendung von Akkumulatoren in verschiedenen Bereichen der Wirtschaft und Gesellschaft.

Wie ist es zum Beispiel, wenn alle Kraftfahrzeuge in Deutschland mit Akkumulatoren betrieben werden?

Zurzeit sind in Deutschland ca. 58 Millionen Kraftfahrzeuge zugelassen wovon ca. 43 Millionen Personenkraftfahrzeuge sind. Alleine der Ersatz der Personenkraftfahrzeuge durch E-Autos in Deutschland würde eine enorme Anzahl an Akkumulatoren benötigen, deren Herstellung viele ökologische, soziale und energietechnische Probleme aufwerfen. Hierzu zählen die Rohstoffgewinnung, die Arbeitsbedingungen bei der Rohstoffgewinnung, die Zerstörung der Umwelt, die Herstellung der Akkus, das Recycling usw. Folgend muss auch die zusätzliche Energieversorgung zum Laden der Akkumulatoren, eine sinnvolle Ladeinfrastruktur und der hierfür nötige Netzausbau berücksichtigt werden.

Ein weiteres wichtiges Problem der Energiewende ist die Zwischenspeicherung der erzeugten Erneuerbaren Energien, da sie nicht immer dann zur Verfügung stehen, wenn sie benötigt werden. Weil Erzeugungsspitzen und Lastspitzen differieren („nachts scheint die Sonne nicht“), müssen Lösungen zur Zwischenspeicherung der überschüssigen Energien geschaffen werden. Hier sollen unter anderem auch Speicherkraftwerke mit Akkumulatoren eingesetzt werden.

Bei der Energiewende sollen zukünftig auch die Hausbesitzer stärker mit einbezogen werden. Anhand von PV-Anlagen sollen diese einen Teil ihres Energiebedarfs selbst erzeugen und nutzen. Da hier auch der Zeitpunkt der Erzeugung und der Nutzung differiert, müssen Zwischenspeicher (Akkumulatoren, ggf. Alternativen) eingesetzt werden.

Viele Ansätze und Ideen sind für sich genommen gut, aber in diesem großen Umfang entstehen Probleme, für die es noch keine hinreichenden bzw. ganzheitlichen Konzepte gibt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt hierbei ist auch die Bezahlbarkeit der Energiewende. Denn um die Menschen bei der Energiewende mitzunehmen, müssen Konzepte her, die für den „Normalbürger“ nachvollziehbar und bezahlbar sind. Wenn man aber die aktuellen Energiepreise sieht, deren Steigerung zu einem großen Teil den Erneuerbaren Energien geschuldet ist, so kann man sich gut vorstellen, wie sich die Energiepreise durch die Energiewende weiterentwickeln werden. Studien zeigen des Weiteren, dass der Klimawandel die Menschen berührt, betroffen macht und wichtig erscheint, aber das Geld immer noch vor dem Klimaschutz kommt. (siehe sh:z vom 10.09.2021)

Insgesamt stellen die Schüler des TG2020 fest, dass es zum Erreichen der Ziele der Energiewende noch ein weiter Weg ist. Viele Konzepte stecken noch in der Anfangs- und Entwicklungsphase, deren Umsetzung noch Jahre dauern wird.

Die Fokussierung auf die Akkumulatorentechnologie in der Energiewende ist in vielen Bereichen sinnvoll, es ist aber zunächst auch der schnelle und einfache Weg. Um Akkumulatoren im großen Stil einzusetzen, müssen noch viele Hürden überwunden und viele Probleme angegangen werden. Des Weiteren müssen Alternativen, wie die Wasserstofftechnologie (Power to Gas, Power to Fuel), schneller und stärker vorangetrieben werden. Zu guter Letzt müssen auch die Bürgerinnen und Bürger mitgenommen werden, da diese die Energiewende mittragen müssen.

 

Quelle: https://www.shz.de/35057362 ©2022

 

WG 12 a

„Umweltökonomische Betrachtungen aus volks- und betriebswirtschaftlicher Perspektive“

Übersicht der Gruppen mit Arbeitsthemen:

Gruppe 1: Umweltökonomische Betrachtung der Raumfahrt

Gruppe 2: Umweltökonomie und die Textil- und Bekleidungsbranche

Gruppe 3: Auswirkungen des Klimawandels auf die Automobilindustrie unter Berücksichtigung umweltökonomischer Ziele 

Gruppe 4: Umweltökonomie: Nutzungs- und Wirtschaftsraum der Ozeane

Gruppe 5: Umsetzung der Umweltökonomie im öffentlichen Sektor

Gruppe 6: Energiemärkte im Wandel

Gruppe 7: Ausgewogenheit von Wirtschaft und Umweltmaßnahmen

 

Die Wahl der Arbeitsthemen und die Gruppenzusammensetzung erfolgte durch die Projektteilnehmenden. Die Präsentationen wurden mit viel Engagement und Erfolg durchgeführt.

 

WG 12 b

„Wirtschaft umdenken und nachhaltig transformieren – volkswirtschaftlich und betriebswirtschaftlich betrachtet“

Ziel des Projektes war es ökonomisches Denken mit nachhaltigem Handeln zu verbinden und konkret Verantwortung zu übernehmen. Es wurden im Rahmen der Projektarbeit verschiedene ökonomische Aspekte vorgestellt, die umgedacht und nachhaltig transformiert werden könnten. Die Schülerinnen und Schüler konnten interessengeleitet in ihrer Projektarbeit eventuelle Schäden der Nutzung, Anwendung und Umsetzung, Umgang mit Ressourcen sowie die rechtlichen, sozialpolitischen und ethischen Aspekte einarbeiten. Es gab spannende Projektarbeiten zu folgenden Themen:

  • Fast Fashion
  • Nachhaltiger Nahverkehr
  • Nachhaltiger Tourismus in Schleswig-Holstein
  • Nachhaltiger Umgang mit Wasser
  • Die blaue Wirtschaft - Das Meer als Wirtschaftsraum
  • Klimaneutralität in Deutschland
  • Nachhaltigere Gestaltung des Lebensmittelkonsums