Pressespiegel

Gute Aussichten für Maurer- und Zimmerergesellen, Moin Moin, 04.09.2019

Niebüll (ge) – Sieben frisch gebackene Maurergesellen, fünfzehn Zimmererergesellen und einen Ausbaufacharbeiter mitsamt ihren Familien, Lehrwerkmeistern, Ausbildern, Berufschullehrern und Prüfern konnte Innungsobermeister Broder Ingwersen zur diesjährigen Freisprechung im Friesenhof in Niebüll begrüßen. Mit seinem Hammer verschaffte er sich Ruhe in dem gut gefüllten Saal und erinnerte an die Tugenden, die ein jeder Handwerker haben sollte: „Ehrlichkeit! Wahrhaftigkeit! Gerechtigkeit!“ In seiner Rede gab er einen Einblick in die Geschichte des Handwerks und sprach über die alten Begriffe, die noch heute verwandt werden. So war der Begriff „Freisprechung“ im Mittelalter noch wörtlich zu nehmen, denn damals standen die Lehrlinge noch unter ständiger Aufsicht des Meisters, bevor der Geselle mit der Freisprechung in die Freiheit entlassen worden ist - wenn es nicht wegen eines „Techtelmechtels“ (ebenfalls ein altes Wort) mit der Tochter des Meisters zu einer lebenslangen Bindung gekommen ist. „Ich denke, es haben sich alle angestrengt“, lobte Ingwersen die Freizusprechenden. Die Aussichten auf eine Weiterbeschäftigung seien sehr gut, weil viele Betriebe Facharbeiter suchen. Ingwersen dankte allen an der Prüfung beteiligten, die den Grundstock für den weiteren Lebensweg der neuen Gesellen gelegt haben. Die jungen Handwerker kamen einzeln nach vorne zum Innungsobermeister, um ihren Gesellenbrief und ihr Ausbildungszeugnis entgegen zu nehmen. Als Innungsbeste bei den Maurern wurden Broder Johannes Petersen und Tim Ipsen (Ingwersen: Das hat Ipsen von seinem Opa) sowie bei den Zimmerern Lars Westemeier in besonderer Weise gewürdigt. Sodann ergriff Schulleiter Finn Brandt (BS Niebüll) das Wort. Er verwies auf den technologischen Fortschritt unserer Zeit: „Die ersten Häuser werden schon im 3D-Drucker ausgedruckt.“ Die neuen Gesellen hätten heute einen Stand erreicht, an dem sie wüssten, wie es weitergeht. „Aber sie müssen immer am Ball bleiben“, riet der Schulleiter. Besonders dankte er der Wirtschaft für ihr Engagement als Ausbilder und den ehrenamtlichen Mitgliedern der Prüfungsausschüsse. Nach den vielen Worten, die den Junghandwerkern in ihre Zukunft mitgegeben worden sind, gab es ein Festessen und es wurde noch lange gefeiert.

aus Moin Moin vom 04.09.2019