Pressespiegel

Kritisch nachgehakt, Nordfriesland Tageblatt, 12.06.2019

Um Zukunftsfragen ging es bei der Bildungskampagne „Energievision 2050" in der Stadthalle mit 650 Niebüller Schülern

Für alle Bundesbürger gilt das große Ziel, die Herausforderung die Treibhausgasemissionen bis 2050 um über 90 Prozent zu senken. „Um dieses Ziel gemeinsam erreichen zu können, brauchen wir eine gemeinsame Vision für die Zukunft", lautete das Motto einer Schülerveranstaltung in der Stadthalle.

Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Wilfried Bockholt kamen etwa 650 Schüler von Beruflicher Schule und Gemeinschaftsschule zusammen. Die kritischen Umwelt-Themen sind die Grundlage für die Bildungskampagne „Energievision 2050 - Unser Klima. Meine Energie. Deine Zukunft", die für drei Jahre durch die weiterführenden Schulen in Deutschland tourt. Unterstützt wird das bundesweite Schulprojekt vom Verband kommunaler Unternehmen (VICU) sowie dem Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft (BDEW).

Mit einem 20-minütigen Film zur Zukunft 2050 wurden die Schüler eingestimmt. Moderator Björn Wiele brauchte danach nicht lange auf Fragen warten. Die Fünft- und Sechsklässler der Gemeinschaftsschule zeigten sich ebenso engagiert wie die Siebt- und Achtklässler. Gezielt fragten sie nach der Sinnhaftigkeit von E-Autos: „Sind die denn am Ende wirklich umweltfreundlich?"

Andere dachten an die Ferien und das Verreisen mit erneuerbarer Energie: „Warum gibt es keine Elektroflugzeuge?" Von fachspezifischen Fragen zum Kohlendioxid ging es munter weiter zur Mülltrennung und die Möglichkeiten, diese zu verbessern.

Auf die Frage, ob man Fotosynthese nachbauen könne, wusste der Politikwissenschaftler jedoch keine Antwort. „Fragt mal euren Chemielehrer." Doch eindeutig plädierte er für ein starkes Recycling, sowohl beim Müll, als auch beim Papier. Hier stellte er die Schüler auf die Probe: "Wer von euch kauft denn Recyclingpapier?" Nur wenige Hände gingen hoch. Schnell kam der Vorschlag, in der Schule ganz auf Papier zu verzichten.

Die Veranstaltung beantwortete Fragen, zeigte Visionen auf und macht eine ernsthafte Auseinandersetzung möglich, um die Energie bei den Schülern zu erzeugen, die es für einen echten Wandel braucht. So kam es immer wieder zu einem lebhaften Meinungsaustausch und konkreten Hinweisen und Informationen zur Sache.

aus Nordfriesland Tageblatt vom 12.06.2019