Pressespiegel

Mit der Gruppenmama zum Erfolg, Wochenschau, 24.03.2019

Hart gepaukt: Sprachzertifikate an Dänisch-Schüler überreicht

NIEBÜLL Auszubildende und Schüler der Beruflichen Schulen in Nordfriesland verbringen mit hoher Wahrscheinlichkeit den größten Teil ihres Berufslebens in der deutsch-dänischen Region. Der Kreis Nordfriesland hat als verwaltungsverantwortliche Institution (Schulträger) für die Beruflichen Schulen in Husum und Niebüll erkannt, dass es für junge Leute förderlich ist, zertifizierte Sprachkenntnisse vorweisen zu können, ein Grundverständnis über Arbeitskulturen in Dänemark zu besitzen bzw. frühzeitig Kontakt mit dänischen Arbeitgebern aufzunehmen. Im Oktober 2018 startete daher für angehende Abiturienten der erste Dänischkursus in Niebüll; finanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung INTERREG 5a. Die Kurse sind Teil des für Sönderjylland-Schleswig aufgelegten Projektes Fit4Jobs@WaddenC. Schulleiter Finn Brandt überreichte den ersten 12 Absolventen jetzt ihre Sprachzertifikate. „Je mehr Deutsche dänische Sprachkenntnisse aufweisen, desto mehr Schwung kommt in den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt", erklärte der Schulleiter. Die Projektmanagerin von Fit4Jobs@WaddenC der beteiligten Wirtschaftsförderung NF, Dagmar Jensen, und der Bildungskoordinator des Kreises, Kay Bahnsen, sehen es genauso: „Im Dienstleistungsbereich besteht eine gute Möglichkeit auf dem grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt Tonder-Nordfriesland im Laufe eines Berufslebens eine fortgesetzte Anstellung zu finden." Die Jugendlichen, die zudem Dänisch als Schulfach haben, paukten ein halbes Jahr lang nach einem langen Schultag zweimal die Woche drei Stunden lang intensiv. „Das war anstrengend, aber auch gemütlich und toll", erzählt die Schülerin Änny Qualen. „Unsere Lehrerin Maja Viereck war eine tolle Gruppenmama für uns. Zur Not wurde mal eine Pause eingelegt." Das Projekt hat offensichtlich Zukunft: Für den nächsten Sprachkursus haben sich bereits 35 Interessierte angemeldet. Finn Brandt appelliert aus diesem Grund an die Betriebe, ihre Auszubildenden für Sprachkurse freizustellen: „Durch eine höhere Sprachkompetenz steigen die Chancen aufAufträge jenseits der Grenze." Bereits in den vergangenen Jahren hat insbesondere die Berufsschule Niebüll in Kooperation mit wechselnden anderen Berufsschulen im Grenzgebiet an verschiedenen Interreg-Projekten teilgenommen.

aus Wochenschau vom 24.03.2019