Erzieher/in

Erzieher/innen arbeiten in Nordfriesland nicht nur in Kindertageseinrichtungen (Kinderkrippe, Kindergarten, Hort), sondern auch in Schulen (Offene Ganztagsschule), in der Jugendarbeit (Haus der Jugend, Mobile Soziale Jugendarbeit) und in der Jugendhilfe (Hilfen zur Erziehung, Heimerziehung). Ein weiteres Arbeitsfeld findet sich im Bereich der Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen (Werkstätten und Wohnheime für Menschen mit Behinderungen u.ä.).

Das Aufgabengebiet einer Erzieherin umfasst die Betreuung, Bildung und Erziehung von Menschen. Dazu werden vielfältige Fähigkeiten und Kenntnisse unter anderem im musischen und kreativen Bereich (Bewegung, Gestaltung, Musik, Spiel usw.), in der Bildungsarbeit, in der Gruppenpädagogik, in Erziehungspartnerschaften und im Gestalten von Übergängen (z. B. vom Kindergarten in die Grundschule oder von der Jugendwohneinrichtung in die Selbständigkeit) benötigt. Weitere Anforderungen ergeben sich aus dem aktuellen Lehrplan.

Ausbildung

Die Aufnahme in die Fachschule Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik ist an bestimmte Aufnahmevoraussetzungen geknüpft. Diese können in den Informationspapieren (auch hier auf der Website) nachgelesen werden. Regelfall ist der Abschluss der Mittleren Reife in Verbindung mit einer anerkannten, mindestens zweijährigen Berufsausbildung.

Die Ausbildung findet in Vollzeitunterricht und in integrierten Pädagogischen Praxiswochen von je 10 Wochen (Unter- und Mittelstufe) bzw. 20 Wochen Dauer (Oberstufe) statt. Die Vernetzung der Lernorte Schule und Praxis nimmt einen hohen Stellenwert ein, da neben den Praxiswochen auch Projekte in Zusammenarbeit mit sozialpädagogischen Einrichtungen durchgeführt werden.

Die Ausbildung findet in Lernfeldern statt, die folgendermaßen aufgebaut sind:


Fachrichtungsbezogener Lernbereich

1. Berufliche Identität und professionelle Perspektive weiter entwickeln

2. Pädagogische Beziehungen gestalten und mit Gruppen pädagogisch arbeiten

3. Lebenswelten und Diversität wahrnehmen, verstehen und Inklusion fördern

4. Sozialpädagogische Bildungsarbeit in den Bildungsbereichen professionell gestalten

5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften mit Eltern und Bezugspersonen gestalten sowie Übergänge unterstützen

6.  Institution und Team entwickeln sowie in Netzwerken kooperieren

 

Fachrichtungsübergreifender Lernbereich

  • Deutsch/Kommunikation mit Sprachbildung
  • Naturwissenschaft und Technik
  • Wirtschaft und Politik
  • Hinzu kommen ein Wahlpflichtfach sowie die Pädagogischen Praxiswochen.


Anforderungen

Wer Erzieherin oder Erzieher werden will, muss gerne mit Menschen arbeiten, eine positive Grundhaltung besitzen und die Bereitschaft haben, an sich zu arbeiten. Echtheit, Wertschätzung und  Einfühlung sind Grundhaltungen, die jede/r Erzieher/in in überdurchschnittlichem Maße besitzen sollte. Es ist von Vorteil, aber keine Bedingung, wenn man ein Musikinstrument spielt, eine Gruppenleiteraktivität in der Jugendarbeit nachweist oder eine andere musisch-kreative Fähigkeit mitbringt. Auch Erfahrungen in Mannschaftssportarten sowie ehrenamtliche Tätigkeiten können für die Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher förderlich sein.

Weitere Informationen

Erzieher/innen arbeiten in der Gruppenleitung. Nach beruflicher Bewährung und dem Besuch entsprechender Fortbildung ist auch die Leitung einer Einrichtung möglich. Weitere Arbeitsgebiete liegen in der selbständigen Tätigkeit, zum Beispiel im Bereich der Hilfen zur Erziehung.

Aufbaustudiengänge zum Thema frühkindliche Bildung und grundständige Studiengänge der Sozialen Arbeit sind klassische Weiterbildungsmöglichkeiten. Auch Beratungs- und Therapiefortbildungen können mit dem Abschluss „Staatl. anerkannter Erzieher“  besucht werden. Die Chancen für Erzieherinnen und Erzieher auf dem Arbeitsmarkt sind derzeit sehr hoch.

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