Anlagenmechaniker/in Sanitär Heizung Klimatechnik

In Südtondern arbeiten Anlagenmechanikerinnen und Anlagenmechaniker Sanitär-Heizung-Klimatechnik in vielfältigen Handwerksbetrieben der Sanitär-und Heizungsbranche, in der Heizungswartung sowie im Bereich des Facility-Management von öffentlichen Gebäuden, (Schulen, Verwaltungsgebäuden, Krankenhäuser), Hotel- und Appartementanlagen u.a.m. Anlagenmechaniker/innen für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik planen und installieren versorgungstechnische Anlagen und Systeme.

Dazu gehören Trink- und Abwasseranlagen, Warmwasser- und Heizungsanlagen, Lüftungs- und Klimaanlagen sowie Anlagen zur Brennstoffversorgung und -verteilung.

Sie warten diese Anlagen auch und setzen sie instand. Viele Anlagenmechaniker arbeiten auch an den elektrotechnischen Baugruppen ihres Handlungsbereichs. Sie planen die Gestaltung von Bädern und anderen Sanitärräumen und statten die Räume mit Objekten, Anlagenkomponenten und Zubehör aus.

Ausbildung

Der überwiegende Teil der 3,5-jährigen Ausbildung erfolgt im Betrieb und wird wöchentlich durch ein bzw. zwei Berufsschultage in der Berufsschule Niebüll ergänzt. Die fachtheoretische (schulische) Ausbildung umfasst die Berufsbezogenen Lernbereiche „Anlagenanalyse und Installation“ und „Arbeitsplanung versorgungstechnischer Systeme“ sowie die allgemeinbildenden Fächer Wirtschaft/ Politik. Englisch, Kommunikation und Gesundheitsförderung/ Sport wird zurzeit nicht unterrichtet.
Ergänzt werden diese beiden Ausbildungsstränge durch derzeit 10 Wochen überbetriebliche Lehrgänge, die in den Werkstatten der Kreishandwerkerschaften Niebüll und Husum stattfinden.
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zur Anlagenmechanikerinnen/zum Anlagenmechaniker Sanitär-Heizung-Klimatechnik hat man zudem die Möglichkeit, den Mittleren Bildungsabschluss zu erwerben.

Der berufsbezogene Unterricht der Berufsschule ist in 15 grobe Themengebiete, sogenannte Lernfelder, unterteilt:

1. Ausbildungsjahr

  • Fertigen von Bauelementen mit handgeführten Werkzeugen
  • Bearbeiten von Anlagenteilen mit Maschinen/Bearbeiten von Kundenaufträgen
  • Herstellen von einfachen Baugruppen
  • Warten technischer Systeme


2. Ausbildungsjahr

  • Installieren von Trinkwasseranlagen
  • Installieren von Entwässerungsanlagen
  • Installieren von Wärmeverteilungsanlagen
  • Ausstatten von Sanitärräumen


4. Ausbildungsjahr

  • Installieren von Wärmeerzeugern
  • Einbinden und Einstellen von Komponenten der Regelung
  • Installieren von Anlagen zur Trinkwassererwärmung
  • Installieren von Brennstoffversorgungsanlagen
  • Installieren von raumlufttechnischen Anlagen
  • Integrieren ressourcenschonender Anlagen in die Gebäude und Energietechnik
  • Instandhalten versorgungstechnischer Anlagen und Systeme


Vor Ende des 2. Ausbildungsjahres steht eine Zwischenprüfung, in der der Leistungstand ermittelt wird und aus deren Ergebnissen Hinweise für den weiteren Ausbildungsverlauf ermittelt werden.
Die Ausbildung endet mit der  Gesellenprüfung, bei der sowohl praktische Fähig- und Fertigkeiten als auch theoretische Kenntnisse nachzuweisen sind. Mit erfolgreichem Abschluss kann unter bestimmten Umständen auch der Mittleren Bildungsabschluss oder auch die Fachhochschulreife erworben werden.

Anforderungen

Wer Anlagenmechanikerin bzw. Anlagenmechaniker für Sanitär-Heizung-Klimatechnik werden möchte, sollte neben technischem Interesse auch handwerkliches Geschick, Schwindelfreiheit und Toleranz gegenüber Schmutz und Staub mitbringen. Zudem sind mathematische und physikalische Kenntnisse eine wichtige Voraussetzung. Da die Einsatzbereiche von Anlagenmechanikerinnen und Anlagenmechanikern sehr vielfältig sind, ist ein hohes Maß an Flexibilität gefordert. Selbst wenn man z.B. im Heizungsbau ausgebildet wurde, sind spätere Tätigkeiten u.a. in der Sanitärtechnik oder Umwelttechnik nicht auszuschließen.

Weitere Informationen

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung bieten sich zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. So kann die Meister- oder Technikerschule besucht werden. Aber auch eine Weiterbildung und Spezialisierung durch einzelne Lehrgänge wie z.B. eine Qualifizierung zur Servicemonteur ist durchaus denkbar.
Losgelöst von der Praxis besteht die Möglichkeit zum Erwerb der Fachhochschulreife und darauf aufbauend die Allgemeine Hochschulreife, um letztlich ein Studium aufnehmen zu können.

Links zu Ausbildungsbetrieben

Die Kreishandwerkerschaft Nordfriesland-Nord hält eine Liste der Ausbildungsbetriebe vor.
Zu erreichen ist die Kreishandwerkerschaft unter

Kreishandwerkerschaft Nordfriesland-Nord
Rathausstraße 19, D-25899 Niebüll
Telefon: 04661 9665-0
Fax: 04661 9665-44
E-Mail: info(@)kh-nf.de
Internet: www.kh-nf.de

Kreishandwerkerschaft Nordfriesland-Süd
Süderstraße 97, 25813 Husum
Telefon: 04841/ 89380
Telefax: 04841/893838
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: http://www.kh-nf.de