BFS III Sozialwesen "Pflegeassistent/in"

Pflegeassistenten/innen übernehmen die grundpflegerische Versorgung von kranken Menschen, Senioren oder Menschen mit Beeinträchtigungen. Auch die hauswirtschaftliche und soziale Betreuung dieser pflegebedürftigen Menschen und deren Familienangehörigen gehört zu ihren Aufgaben.

Pflegeassistenten/innen arbeiten hauptsächlich in Krankenhäusern, in Alten- und Altenpflegeheimen und in Einrichtungen zur Betreuung und Pflege von Menschen mit Beeinträchtigungen. Auch bei ambulanten Alten- und Krankenpflegediensten sind sie tätig. Die Betreuung von pflegebedürftigen Personen in Privathaushalten bietet ein weiteres Einsatzgebiet.

Sie helfen beispielsweise älteren oder kranken Menschen bei der Körperpflege, beim An- und Auskleiden und beim Essen. Um ein Wundliegen und Thrombosen bettlägeriger Menschen vorzubeugen, betten die Pflegeassistenten/innen diese regelmäßig um. Sie führen einfache pflegerische Maßnahmen durch, helfen beim Anziehen von Thrombosestrümpfen, wechseln Verbände und tragen z. B. Wundsalben auf.

Im ambulanten Bereich unterstützen Pflegeassistenten/innen die zu betreuenden Menschen bzw. deren Familienangehörige bei der Haushaltsführung. Dazu gehört, dass Säubern der Wohn-, Schlaf-, Sanitär- und Wirtschaftsräume und ggf. die Wäschepflege. Zudem kaufen sie Lebensmittel und sonstige für den Haushalt benötigte Produkte ein. Sie erstellen Speisepläne, bereiten Nahrungsmittel fachgerecht und schonend zu, richten Mahlzeiten an und servieren sie. Ärztliche Vorgaben zur Ernährung wie beispielsweise Diät- oder Schonkost werden dabei umgesetzt.

Dabei berücksichtigen die Pflegeassistenten/innen neben pflegerischen auch wirtschaftliche Aspekte, z. B. beim Einkauf von Lebensmitteln und Haushaltswaren oder bei der Aufstellung von Speiseplänen. 

Wichtig ist nicht zuletzt, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, Interesse und Anteilnahme zu zeigen oder ihnen bei alltäglichen Dingen wie dem Ausfüllen eines Formulars oder bei Behördengängen zu helfen.

Aufgeschlossenheit, Geduld und Einfühlungsvermögen sind in ihrem Beruf ebenso unerlässlich wie die Fähigkeit, mit menschlichen Notsituationen umzugehen.

Wenn sie ambulant tätig sind, arbeiten sie weitgehend selbstständig, im stationären Bereich sind sie eingebunden in die jeweilige Arbeitsorganisation. Ihren Arbeitstag planen sie vorausschauend und teilen ihre Arbeiten möglichst rationell ein. Dabei sind die individuellen Bedürfnisse der zu betreuenden Personen ausschlaggebend.

Voraussetzungen 

Die Voraussetzungen für die Ausbildung zum/zur Pflegeassistent/in ist der "Erste allgemeinbildende Schulabschluss" oder ein gleichwertiger Bildungsabschluss. Zudem ist das Interesse an einem pflegerischen / sozialen Beruf ausschlaggebend. Da in diesem Beruf ein naher Kontakt mit Menschen aller Altersgruppen besteht, stellen Kontaktfreudigkeit, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein wichtige Eigenschaften dar, die ein/eine Pflegeassistent/in mitbringen sollte. Aber auch eine hohe Belastbarkeit und Flexibilität sind wichtig für dieses Berufsbild.

Inhalt der Ausbildung

Der Unterricht erfolgt in Vollzeitform. Während der drei Ausbildungsjahre werden insgesamt 40 Wochen Praxis (Betriebliche Ausbildungsphasen) in den Bereichen Pflege und Versorgung durchgeführt. Dieser praktische Ausbildungsteil findet während der Schulzeit aber auch in den Ferien in Großküchen, Pflegeeinrichtungen usw. statt.

Wichtige berufsbezogene Ausbildungsfächer sind Sozialpflege und Hauswirtschaft. Hier werden die theoretischen und praktischen Grundlagen geschaffen, die für das spätere Handeln notwendig sind. Dabei werden medizinische und ernährungswissenschaftliche Inhalte vermittelt, wie z. B. die Anatomie des menschlichen Körpers, pflegerische Handgriffe und die Inhaltsstoffe der Lebensmittel. Der musisch-kreativer Bereich stellt ebenfalls ein Unterrichtsfach dar, der für das spätere Arbeiten wichtig ist. Hierbei werden verschiedene Projekte durchgeführt z. B. die Tischgestaltung für verschiedene Anlässe. Neben den berufsbezogenen Fächern gehören auch die allgemeinbildende Fächer wie Deutsch, Mathematik, Englisch, Wirtschaft/Politik, Religion usw. zur Ausbildung dazu.

Die Berufsfachschule Sozialwesen schließt nach drei Jahren mit einer schriftlichen Prüfung in den Fächern Sozialpflege, Hauswirtschaft sowie Deutsch und einer praktischen Prüfung in den Fächern Sozialpflege und Hauswirtschaft ab.

Der erfolgreiche Abschluss der Berufsfachschule Sozialwesen schließt mit einer Prüfung ab und führt zu dem staatlichen geprüften Berufsabschluss Pflegeassistent/in. Bei entsprechender Leistung im Abschlusszeugnis kann neben dem staatlich geprüften Berufsabschluss der Mittlere Bildungsabschluss (Realschulabschluss) erworben werden, wobei die berufliche Qualifizierung das originäre Ziel des Bildungsganges ist.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Der Berufsabschluss berechtigt zur Arbeit als staatlich geprüfte Fachkraft in allen Pflegeeinrichtungen. Gleichzeitig bietet diese Ausbildung eine gute Grundlage für eine sich anschließende Ausbildung zum Altenpfleger/Altenpflegerin.

 

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