Pressespiegel

Gas-Alarm im Smarthome, Nordfriesland Tageblatt, 17.01.2019

Spannende Experimente: Projektpräsentation der Zwölftklässler des Beruflichen Gymnasiums

NIEBÜLL Die Zwölftklässler des Beruflichen Gymnasiums zeigen einmal im Jahr der Schulöffentlichkeit, was sie können. Der Projekttag wird auch von Schülern anderer Schulen gern besucht: Die Vorführungen, Referate und Experimente sind spannend. So gab es im Physikraum eine praktische Demonstration zum Thema „Sicherheit für zu Hause - smart und vollautomatisch". Nach dem tragischen Tod von Jugendlichen im Keller eines sogenannten „Escaperooms" in Polen bekam die Thematik eine zusätzliche, aktuelle Brisanz. Die Niebüller Jugendlichen simulierten im Modell, was geschieht, wenn Gase in ihr Smart Home-Modell dringt. „Ein lautes Warn-Signal ertönt", berichtete Tim Ertzinger, der sich wie die anderen Schüler seit längerer Zeit mit intelligenter Haustechnik auseinandersetzt. Auf dem allerneuesten Stand zeigten sich auch die Schülerinnen und Schüler mit dem Schwerpunkt „Ernährung und Wirtschaftslehre". Unter der Anleitung der Lehrerinnen Ose Lange und Karen Dahnke stellten sie so genannte „Kostformen" auf den Prüfstand. Dazu zählen leichte Vollkost, vegetarische Ernährung, Veganismus, Makrobiotik - Letzteres bezeichnet eine Lebensweise, die zu einem gesunden, langen Leben führen soll. In der Chinesischen Medizin ist beispielsweise eine Behandlungssäule die Diätetik oder Ernährungslehre. Nach kurzweiligen Erklärungen - es durfte auch getestet werden - ging es kritisch weiter. Die Kostformen wurden gründlich gecheckt, inwieweit ihre Produktion umweltverträglich beziehungsweise nachhaltig ist. „Fördern Sie ein gerechtes Leben, lautete eine Fragestellung", so Karen Dahnke. Die „Rohkost" wurde ebenfalls auf ihre Umweltfaktoren untersucht; es gab Hinweise auf Verträglichkeit und praktische Tipps bezüglich der benötigten Küchengeräte.

Kaffeeanbau schadet der Umwelt

Die Agrarwirtschaft mit Agrartechnik mit Biologie ist ein weiteres Fach mit erhöhtem Anforderungsniveau. Hier beschäftigten sich die Schüler mit Nutzpflanzen. „Kein Nutzen ohne Schaden?" lautete die Fragestellung. Der Anbau von Kaffee ist nämlich mit beträchtlichen Auswirkungen auf die Umwelt verbunden. Die vorgeführten Studien zeigen einen drastischen Effekt auf die Biodiversität. Eine gute Alternative biete der fair gehandelte Kaffee. Um Weltmärkte ging es in den Fächern Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre. Wie der weltweite Handel funktioniert, erfuhren die Zuhörer in kompakten Referaten, sie lernten viel über Beschaffungs- und Absatzmärkte, Funktionsweisen von Marktverhalten, Marktraum oder Marktsättigung. „Ich habe heute selbst viel dazugelernt", bekannte der Schulleiter des Beruflichen Gymnasiums, Finn Brandt, der sich alle Stationen des Projekttages mit dem Organisator und zuständigen Abteilungsleiter Harald Christiansen genau anschaute.

aus Nordfriesland Tageblatt vom 17.01.2019