Pressespiegel

Ihr Handwerk hat eine Riesenzukunft, Nordfriesland Tageblatt, 14.09.2018

Feierliche Freisprechung der Bäcker und Fachverkäuferinnen im Friesenhof — natürlich mit Kuchen

NIEBÜLL Der Obermeister der Bäckerinnung Nord, Martin Martensen, hob den Hammer und sprach: „Ehrbarkeit, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit!" Tradition hat also auch bei der heutigen Freisprechung einen hohen Wert. Alle haben es geschafft: die Bäcker sowie die Fachverkäuferinnen des Schulbezirks Nordfriesland haben ihre dreijährige Ausbildung mit Erfolg abgeschlossen und erhielten im Rahmen ihrer Freisprechungsfeier im Friesenhof in Niebüll ihre Zeugnisse und Gesellenbriefe. Genuss muss sein: Wie es sich für die Bäckerzunft gehört, wurde das Fest zunächst mit Kaffee und Kuchen begonnen. Martin Martensen lobte das tolle Erscheinungsbild der Absolventen, er habe „zweimal hinschauen müssen". Tatsächlich hatten sich alle wunderbar herausgeputzt. Alle 22 Prüflinge haben bestanden. „Mit Fleiß und Einsatzfreude haben Sie gearbeitet!" Der Obermeister wies daraufhin, dass Stillstand Rückschritt bedeute, dieses Zeugnis nur ein Zwischenzeugnis sei. Man könne nun Ausbilder werden, Filialleiter, aus einer Verkäuferin könne sogar ein Meister werden, ein Bäcker noch den Konditorabschluss erwerben, ein Meister zum Produktionsleiter mutieren. Auch ein Studium sei nicht ausgeschlossen. Martin Martensen empfahl über die Kreisgrenze hinauszuschauen. Er selbst habe acht Arbeitgeber gehabt und überall Neues gelernt. Auch die Bewerbung für einen Job auf einem Kreuzfahrtschiff sei spannend. „Sie haben einen tollen Job gemacht!" lobte er. „Das Bäckerhandwerk hat eine Riesenzukunft!" Im Anschluss beglückwünschte die zuständige Lehrerin Ulla Aleidt (Berufsschule Husum) die Nachwuchskräfte und leitete den feierlichen Höhepunkt der Freisprechung, die Zeugnisvergabe, ein. Sie sagte, dass sie aus einer „wilden Klasse" eine „lernzahme Klasse" gemacht habe, diese habe aber erst in der Oberstufe richtig funktioniert. Die Mädchen hätten immer wieder gejammert über die Anforderungen, letztlich jedoch mitgezogen. Eine Schwangerschaft wurde intensiv mitbegleitet: ‚Ar waren alle schwanger!" Reisen ins Chocoversum in Hamburg seien ein Vergnügen gewesen - und jede habe am Ende des Schuljahrs „Teamfähigkeit" bewiesen. Heutzutage sei lebenslanges Lernen angesagt. Nach der Vergabe der Zeugnisse revanchierten sich die Frauen und überreichten ihrer Lehrerin jeweils eine Rose. Für eine besondere Leistung wurde Svenja Schuh mit der Kenntnisprüfung „gut" und Fertigkeitsprüfung „gut" und einer Durchschnittsnote von 2,5 für das beste Berufsschulabschlusszeugnis ausgezeichnet. Mit traditionell drei Hammerschlägen entließ Martin Martensen die Absolventen abschließend mit den feierlichen Worten: „In Ehrbarkeit, Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit seid ihr hiermit freigesprochen." Bestanden haben: Sabrina Bröer, Nathalie Bunde, Jessica-Sophie Schulze, Christtina Wohnsen, Sarah Henningsen. Lena Johns, KathrinYvonne Messer, (Niebüller Backstube), Sarah Geißler, Jöns, Bohmstedt, Lina Göldnitz, Hohenwestedter Landbäckerei, Patricia Makoben, Allwörden, Ramona Muntzeck, Vanessa-Lavenia Vogt, Levke Zachmann, Deezbüller Bäcker, Svenja Schuh, Hansen, Föhn

aus Nordfiresland Tageblatt vom 14.09.2018