Elektroniker/in Energie und Gebäudetechnik

Der/die Elektroniker/-in für Energie- und Gebäudetechnik planen und installieren elektrotechnische Anlagen der Energieversorgung und von Gebäuden. Sie montieren diese, nehmen sie in Betrieb, warten und reparieren sie. Dazu gehört zum Beispiel die Konzeption von Systemen der Energieversorgung und Gebäudetechnik, das Installieren von Beleuchtungsanlagen, Antrieben, Schalt-, Steuer- und Regelungseinrichtungen, Empfangs- und Breitbandkommunikationsanlagen und Datennetze sowie das Anschließen von Telekommunikationsanlagen. Bei Wartungsarbeiten prüfen sie die elektrischen Sicherheitseinrichtungen, ermitteln Störungsursachen und beseitigen Fehler.

Sie führen ihre Tätigkeiten unter Beachtung ökonomischer und ökologischer Aspekte sowie der einschlägigen technischen Regeln selbstständig aus.

Beschäftigt sind sie in Betrieben des Elektrotechnikerhandwerks in der Region. Des Weiteren sind Anstellungen im Bereich des Facility-Managements oder in Betrieben der Alternativen Energiegewinnung (z.B. Photovoltaik, Bioenergie) möglich.

Ausbildungszeit und Abschluss

Elektroniker/in für Energie und Gebäudetechnik ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf im dualen System. Die Ausbildungszeit beträgt 3½ Jahre und endet mit dem zweiten Teil einer schriftlichen und einer praktischen Abschlussprüfung vor dem Prüfungsausschuss der Elektro-Innung Nordfriesland/ Südtondern der Kreishandwerkerschaft Nordfriesland-Nord. Der erste Teil der Abschlussprüfung (40%) findet nach ca. 20 Monaten statt.
Man kann unter bestimmten Umständen auch den Mittleren Bildungsabschluss oder auch die Fachhochschulreife erwerben.

Der berufsbezogene Unterricht der Berufsschule ist in 13 Themengebiete, sogenannte Lernfelder, unterteilt:

  • Elektrotechnische Systeme analysieren und Funktionen prüfen
  • Elektrische Installationen planen und ausführen
  • Steuerungen analysieren und anpassen
  • Informationstechnische Systeme bereitstellen
  • Elektroenergieversorgung und Sicherheit von Betriebsmitteln gewährleisten
  • Anlagen und Geräte analysieren und prüfen
  • Steuerungen für Anlagen programmieren und realisieren
  • Antriebssysteme auswählen und integrieren
  • Kommunikationssysteme in Wohn- und Zweckbauten planen und realisieren
  • Elektrische Anlagen der Haustechnik in Betrieb nehmen und in Stand halten
  • Energietechnische Anlagen errichten, in Betrieb nehmen und in Stand setzen
  • Energie- und gebäudetechnische Anlagen planen und realisieren
  • Energie- und gebäudetechnische Anlagen in Stand halten und ändern


Des Weiteren findet Berufsschulunterricht im Fach Wirtschaft/Politik statt.

Anforderungen

Wer Elektroniker/in für Energie und Gebäudetechnik werden möchte, sollte Interesse an Physik und Mathematik besitzen, da sie Kenntnisse in Elektrizitätslehre brauchen sowie z.B. den Materialbedarf errechnen müssen. Gute Kenntnisse in Werken und Technik sind z.B. für Installation und Wartung hilfreich. Kenntnisse in Informatik erleichtern den Zugang zu Programmierung und rechnergestützten Arbeitsprozessen.

Ziel der Ausbildung ist der Gesellenbrief


Weitere Informationen

Die Elektrobranche bietet vielfältige Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Weiterhin bestehen nach erfolgreicher Ausbildung die Möglichkeiten an einer Fachoberschule (FOS) bzw. an der Berufsfachschule III "Technischen Assistent/in für Energietechnik" die Fachhochschulreife zu erlangen und ggf. jeweils anschließend ein Studium an einer Fachhochschule anzustreben.

Links zu Ausbildungsbetrieben

Die Kreishandwerkerschaft Nordfriesland-Nord hält eine Liste der Ausbildungsbetriebe vor.
Zu erreichen ist die Kreishandwerkerschaft unter

Kreishandwerkerschaft Nordfriesland-Nord
Rathausstraße 19, D-25899 Niebüll
Telefon: 04661 9665-0
Fax: 04661 9665-44
E-Mail: info(@)kh-nf.de
Internet: www.kh-nf.de