Straßenbauer/in, Tiefbauer/in

Im nördlichen Teil von Nordfriesland gibt es einige Betriebe des Bauhandwerks, die die obigen Berufe ausbilden.  Die Straßenbaubetriebe und Tiefbaubetriebe sind meistens im Kreisgebiet aktiv. In Einzelfällen kann es aber auch zu Tätigkeiten außerhalb Nordfrieslands kommen.
Die Ausbildungszeit beträgt 3 Jahre und findet im Betrieb bzw. der Baustelle, der Beruflichen Schule und in den überbetrieblichen Lehrgängen an der Kreishandwerkerschaft NF-Nord statt. Die Ausbildung zum Straßenbauer oder Tiefbauer findet in der Stufenausbildung statt.

In den 70er Jahren hat das Bauhandwerk die Ausbildung grundlegend reformiert und bildet die Auszubildenden des Bauhandwerks in der Grundstufe und den 2 Fachstufen aus. In der Grundstufe sind die Auszubildenden  20 Wochen in der den Betrieben verantwortlichen überbetrieblichen Ausbildungswerkstatt der Kreishandwerkerschaft Nordfriesland-Nord, 20 Wochen in der Beruflichen Schule und 12 Wochen im Betrieb. In der 1. und 2. Fachstufe wird der Anteil der Blockunterweisung in der Kreishandwerkerschaft zugunsten des betrieblichen Ausbildungsteiles auf der Baustelle bis zum Ende der Ausbildung kontinuierlich weniger. Die Unterweisung der Auszubildenden und der Unterricht finden allerdings nur im 1. Ausbildungsjahr in Niebüll statt. Danach geht es an die überbetrieblichen Ausbildungszentren auf Landesebene und die Landesberufsschulen, um für den jeweiligen Beruf eine speziellere Ausbildung zu ermöglichen. Die Ausbildungsvergütung im Bauhandwerk ist im Vergleich zu anderen Gewerken höher. Auszubildende, die gute Leistungen zeigen, können den "Ersten allgemeinbildenden Schulabschluss" nachträglich zuerkannt bekommen oder am Ende der Ausbildung haben die Personen, welche mit dem "Ersten allgemeinbildenden Schulabschluss" eingestiegen sind die Möglichkeit, dass ihnen die "Mittlere Reife" zuerkannt wird. Auszubildende mit einem vorher erworbenen "Mittleren Schulabschluss" haben die Möglichkeit, dass sie durch Zusatzunterricht in der Kombination mit der Ausbildung die Fachhochschulreife erhalten können.

Unterricht

Der Unterricht besteht aus für die Vorbereitung auf den Abschluss wichtigen Fächern wie Wirtschaft/Politik, Kommunikation und anderen Fächern. Im berufsbezogenen Bereich wird nach Lernfeldern unterrichtet, die handlungsorientiert Lernsituationen des jeweiligen Ausbildungsjahres berücksichtigen und vom ersten Tag der Beschulung an für den Abschluss inhaltlich und von der Bewertung her zählen. Die Noten aus den Lernfeldern an der Berufsschule in Niebüll werden mit zur Landesberufsschule genommen.

Anforderungen an die Auszubildende / den Auszubildenden des Straßenbau und Tiefbaues.

Wer sich für diesen Beruf entscheidet, sollte handwerklich geschickt sein. Erwartet wird räumliche Vorstellungskraft, die Fähigkeit mit Worten Dinge zu beschreiben und das Rechnen zu beherrschen. Die Anforderungen verlangen auch einen sorgfältigen Umgang mit modernen Werkstoffen und Materialien.

Chancen der beruflichen Weiterentwicklung

Selbstständiges Arbeiten führt zu der Möglichkeit, den Meisterbrief oder den Techniker zu machen. Eine gute solide handwerkliche Ausbildung ist ein herausragender Aspekt für die Aufnahme eines Studiums.